| Yucatan - Reise durch das Maya Land |
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Erlebnisse im Maya-Land
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Los geht`sNach einem 10 Stündigen Flug ,über Neufundland der Ostküste von Nordamerika entlang mit einem wunderschönen Blick auf die Bahamas und Key-West, landeten wir endlich in einem Land,von dem wir uns einen schönen Urlaub versprachen : Mexico.Das erste was uns auffiel war ausser der hohen Temperatur von ca 34 Grad (übrigens über den ganzen Urlaub hinweg), die enorme Luftfeuchtigkeit, die niemals wärend unseres Aufenthalts unter 80 % lag. Wahrscheinlich hatten wir nur Pech, aber die Wartezeit vom Flieger bis zur Passkontrolle im Flughafen von Cancun betrug knapp 3 Stunden ! Ohne Klimaanlage und irgendeiner Luftbewegung in einer Schlange die nicht änden wollte und kaum vorankam. Die Ursache dafür wurde uns im nachhinein erklärt:Die wirtschaftliche Abhängigkeit Mexicos von den USA ist enorm (dazu später mehr), und aus diesem Grund, wurden alle Gepäckstücke der europäischen Touristen (einschliesslich Handgepäck) auf Grund bestehender Abmachung mit den Vereinigten Staaten ,auf Lebensmittel untersucht um der möglichen Gefahr,der einschleusung des MKS-Virus vorzubeugen.Aber jedes warten hat ein Ende und unser Bus zur Yucatan-Rundreise wartete geduldig, bis alle Mexico-Entdecker diese Prozedur hintersich gebracht hatten.Endlich in einen klimatisierten Raum (Bus):-)) Der Trip führte uns von dem Toristenzentrum Cancun weg Richtung Westen, und zwar geradeaus ... bis zum Horizont keine Kurven und nur vor und nach den kleinen Städchen und Dörfern die wir durchfuhren "verkehrsberuhigende" Bodenwellen, die dem Ortsunkundigen ganz schnell einen Achsbruch erleiden lassen würden. Die Landschaft um uns herum : grüner dichter Buschwald ..kein Fluss zumindest kein sichtbares Wasser. Diese Frage beantwortete die nette Reiseleiterin mit der Erklärung, das die Halbinsel Yucatan durchweg von unterirdischen Höhlen durchzogen ist, die Wasser führen, und zusätzlich zu den ab und an auftretenden starken Regenfällen, dafür sogen, das eben diese Wälder so üppig sind. ValladolidKleiner Rundgang in unserem ersten Etappenziel Valladolid.Erstes Einchecken in einem hübschen kleinen Hotel . Abendessen und die Anstrengungen und Eindrücke des ersten Tages revuepassieren lassen. Lange nicht so gut geschlafen. Valladolid zweitgrösste Stadt Yucatans mit ca 80.000 Einwohnern.Ein kleiner Rundgang um den Platz im Centrum vor der 1706 erbauten Kathedrale musste uns ausreichen einen Eindruck zu bekommen, da wir alle schon gespannt auf den ersten Höhepunkt unserer Reise warteten,die ca 20 Kilometer entfernte Ausgrabungstätte der Mayakultur Chichen Itza. Chitzen Itza - Weltkulturerbe der UNESCODank der Nähe zu unserer ersten Übernachtung, hatten wir diese Stätte zumindest für die ersten anderthalb Stunden für uns alleine. Die Maya-Stadt gehört zu den bekanntesten Zeugnissen präkolumbianischen Kultur und die Rekonstruktion der Bauwerke ist am weitesten fortgeschritten. Diese grosse Maya-Stadt zwischen Cancun und Merida gehört zu den bekanntesten Zeugnissen präkolumbianischer Kultur und somit zum Pflichtprogramm aller Yucatan-Besucher .Als erstes viel uns auf das es keine Verkaufsstände und Händler auf dem Gelände gab.Diese kann man auf einem kleinen Markt vor dem Haupteingang am Touristenzentrum finden. Im Gegensatz zu vielen anderen Maya-Metropolen, ist Chichen Itza nie in vergessenheit geraten und diente den Spaniern sogar als erste Niederlassung bevor die Wahl auf Merida hin geändert wurde. Die frühesten Datierungen der Stätte zeichnen das Jahr 618 n.Chr.Heutzutage weiss man, das die Stätte rund 100 Jahre früher gegründet worden ist. Nachdem die Stadt im Laufe der Geschichte mehrfach verlassen und wieder aufgebaut wurde, war sie bis ins Jahr 1185 in Machtkämpfe um die Vorherschaft auf Yucatan involviert.Im Nordwesten der Stätte dominiert der Ballspielplatz. Dieser ist 168m lange und 36m breit, von einer hohen Mauer längseits umgeben. Es ist die grösste bekannte Ballspielstätte. Die steinernen schlangenverzierten Ringe ragen in einer Höhe von ca.7m ins Feld. Wobei die Meinungen über den Sinn dieser Ringe heutzutage auseinander gehen. Teilweise werden sie als "Ziel" des Spiels angenommen, indem ein Ball hindurch gespielt werden musste. Andererseits wird vermutet, das die Ringe nur das Spielfeld teilten, ähnlich einem Volleyballfeld. Sicher ist nur, das der Opferkult im Mayareich sehr groß war und die Verlierermannschaft wohl zu den Göttern geopfert wurde.Die Chuc-Mool Staturen, die mehrfach auf dem Gelände zu finden waren, werden mit dem Regenkult in Verbindung gebracht und sie sind als eine Art Opferaltar in Menschengestalt ausgebildet.TiculAls wir vor diesem Urlaub an Mexiko dachten stellten uns Wüste vor, mit malerischen Kakteen und so.Doch nicht der trockene Westen Mexikos prägt die Halbinsel Yucatan.Mit staunenden Augen verfolgten wir die Landschaft die an uns vorbeizog : Dichter Dschungel soweit das Auge reicht.Die Vegitation bis zu einer Höhe von 4-6 Metern. Dorniges Unterholz , Opuntien und Mimosen ,spanische Zedern teilweise überwachsen von Moos,zahlreiche Palmenarten und die immer wieder auftauchenden rot blühenden Flamboyant-Bäume verwachsen zu einem endlosen grünen dichten Wald.Ab und an ein riesiger Ceiba Baum, der auch viele Marktplätze der Dörfer überragt.Der Sage nach der erste Baum ,Verbindung zwischen Himmel und Erde. Nach dem obligatorischen Tequilla waren wir gestärkt um nach kurzer weiterfahrt durch die Stadt eine weitere der bekannten Maya-Stätten zu "erforschen":Uxmal - Weltkulturerbe der UNESCODie etwa 80 km südlich von Merida gelegene Ruinenstadt gehört neben Tulum und Chichen Itza zu den am häufigsten besuchten historischen Sehenswürdigkeiten Yucatans und präsentiert sich dem Betrachter als beeindruckendes Beispiel der spätklassischen Maya-Epoche. Ohne Zweifel spielte die Stadt während ihrer Blütezeit zwischen dem 7. und 10. Jahrhundert auch politisch eine führende Rolle in der Puuc-Region. Wurde jedoch,wie viele andere Städte der Region auch, aus bisher unbekannten Gründen verlassen und aufgegeben. Die erste Kunde über die Stadt verdankt man Pater Lopez de Cagullodo aus dem 16. Jarhundert. Fast 300 Jahre später beschrieb der Abenteurer Jean Fredrik von Waldeck die Ruinen, bevor die unermüdlichen Maya Forscher Stephens und Catherwood sie 1841 in vorbildlicher Weise dokumentierten. Die Fläche des Ausgrabungsgebietet beträgt 700x800 Meter. Die restaurierten Gebäude zeigen einen schönen Einlick in die Maya Kultur. Direkt nach dem Eintritt in die Anlage steht man vor der imposanten Pyramide des Wahrsagers. Es fällt sofort die ovale Bauform auf, die sehr von dem gesehenden Bauwerken in Chichen Itza abweicht. Die Pyramide ist im Laufe ihrer Zeit mehrfach überbaut worden. Die älteste Struktur ist aus dem Jahre 569 ,die letzte aus dem 10 Jahrhundert. Das Bauwerk ist 38 m hoch, und zwei 60° steile Treppen führen hinauf (für Besucher gesperrt).Zu den Füssen der Pyramide liegt das "Viereck der Nonnen". Die ist eine sehr irreführende Bezeichnung, die auf den Pater Lopez de Cagullodo, den ersten europäischen Besucher, zurückgeht. Er dachte das bestimmte Vestalinnen zum Opfertod das ewige Feuer hier hüten. Wie dem auch sei : Der Innenhof dieses Vierecks ist reich verziert mit schönen Fassaden. Die Anlage ist schön gepflegt und frei von Verkaufsstätten. Nach der ersten Besichtigung bezogen wir unser Hotel "Hacienda Uxmal" das 1950 im kolonialstil errichtet wurde. Nah an den Ausgrabungsstätten, verzaubert es in seiner schönen Bauform und seinen grossen Zimmern. Kurz vor Einbruch der Dämmerung spazierten wir vom Hotel wieder in die Ausgrabungsstätte, bekamen am Eingang einen Funkkopfhörer, der auf die jeweilige Landesprache gestellt werden konnte und ließen uns mit einer 40minütigen Lichtershow von den antiken Bauwerken faszinieren. Das es am Horizont zu dieser Zeit auch noch blitzte und gewitterte, untermalte diese bunte Show. Allerdings ist die Geschichte die einem über die Kopfhörer erzählt wird eher nervig. Nach einem Abendessen im Hotel mit Maralachi-Musik, fielen wir wiederum erschöpft in die Betten,- aber nicht ohne sich vorher zum ersten mal als " Cocaracha-Jäger" zu outen. Da das Hotel im Wald errichet wurde,quackten uns hunderte von Kröten, mit fast ohrenbetäubenden "Gesängen" in den Schlaf. Zugegeben, die Informationen über die Maya-Kulturen, waren schon fast zuviel für einen Tag. Dies ist wohl der Preis einer Rundreise. Gerade hier wird man ziemlich "zugetextet" und die Geschichten schwanken sehr zwischen Wissenschaft und Fantasie. Man kommt auch so ins staunen ohne die Hintergrund-Sagen und Informationen wenn man vor solchen imposanten Bauwerken steht und darüber nachdenkt, das alle Steine ohne Werkzeuge bearbeitet wurden. Ausser Feuerstein und Keile hatten die Mayas nichts. SayilDer nächste Tag erwartete uns schon wieder mit morgendlichen Temperaturen über 30 Grad. Die Eindrücke können so schnell kaum verarbeitet werden und schon ist der Bus wieder unterwegs nach Sayil. Meiner Meinung nach hätte man es auch auslassen können ,aber es lag auf dem Weg nach Kabah ,auf der Puuc-Route und der Zwischenstopp dauerte nur ca 30 min.(Wer weiss ob man jehmals nochmal hinkommt :-)) also ein paar Fotos gemacht und ab nach :KabahDiese Mayastätte lohnte sich dann aber wirklich, und die Details der Fresken und Figuren waren unglaublich. Nirgendwo sonst habe ich solche Arbeiten noch gesehen.Der Rundgang durch Kabah dauert ca 2 Stunden. Das kleine Zeremonialzentrum Kabah liegt 20 km von Uxmal entfernt. Langestreckt auf einer Plattform steht der imposante "Palast der Masken". Statt den üblichen Ornamenten der Puuc-Region,sterilisieren die figürlichen Darstellungen der Fassade ausschliesslich die Maske des Regengotts Chac.Über und über ist der Palast damit verziert.Auch der Name "Kabah" nimmt Bezug auf die hohe Schule der präkolumbianischen Steinmetze,die hier eines ihrer Meisterwerke schufen.Die Anlage wurde ebenfalls im 8ten Jahrhundert erbaut.CelestunDie nun folgende Fahrt führte uns endlich ans Meer. Obwohl wir unseren anschliessenden Badeurlaub an der Karibikküste verbringen werden, fühlten unsere Füsse als erstes das Meerwasser des Golfs von Mexico am Strand von Celestun.Die Stadt liegt ca. 100 km westlich von Merida und ist für seine Fischrestaurants bekannt.Der Strand ist viele Kilometer lang und sehr breit.Die angrenzende Lagune steht unter Naturschutz und mit grosser Vorfreude auf den kommenden Besuch betraten wir eines der empfohlenen Restaurants. Hier assen wir zu Mittag und die Auswahl bestand aus allem was das Meer hergab.Von Langusten über Hummer bis zum Octupus. Um die Wartezeit bis das Essen serviert werden würde zu überbrücken,machten wir einen kleinen Spaziergang an Strand, der mit Muschel regelrecht übersät war.
Parque Natural del Flamenco Mexicano de Celestun MeridaNach dieser eindrucksvollen Bootstour holte uns das Gewitter dann doch noch ein.Die letzte nasse kurze Fahrt brachte uns an unser letztes Etappenziel, nach Merida.Merida ist die grösste Stadt Yucatans.Viele Eindrücke der alten spanischen Baukunst sorgen für ein einmaliges Flair.Wir bezogen unser Zimmer im obersten Stock eines 6stöckigen Hotels, im viktorianischen Stil erbaut, mit einem grandiosen Überblick über die lebhafte Stadt.
Nach wie vor ist Merida, die erste Siedlung der Spanier auf der Halbinsel, die bedeutenste Stadt und wirtschaftliches wie
kulturelles Zentrum Yucatans.Sie hat einen faszinierenden kolonialen Charme und ist lebendig, hektisch, stickig und farbenfroh.
Gegründet wurde Merida am 6 Januar 1542 durch Francisco de Montejo. Hier herrschte er als uneingeschränkter Heerscherclan mit
tausenden von Indiosklaven. Dieses änderte sich erst nach Eintreffen des Indianerbeauftragten, der die Einheimischen unter
die Obhut der Krone stellte und Francisco de Montejo vor den gefürchteten Untersuchungsausschuß der Residencia nach Mexico City
zitierte, wo der Admiral allerdings noch vor Beendigung des Verfahrens verstarb. Die Kathedrale überragt das Stadtzentrum, sie wurde im Jahr 1598 erbaut.Die Westseite des Platzes wird von dem wunderschönen Palacio Municipal (dem 1735 erbauten jetzigen Rathaus) abgegrenzt.Die nördliche Seite des Platzes wird vom Palacio de Gobierno abgeschlossen. In den Arkaden des Gouverneurspalastes liegen nette Cafes und Bistros. Im Innenhof kann man historische Wandgemälde des Künstlers Castro Pachero bewundern.Vom Platz aus richtung Süden, beginnen die Geschäftsviertel und die überdachten Markthallen Mercado Municipal.Der Markt in Merida. Es ist ein Kommen und Gehen, ein Geschiebe und Gedränge. In der einen Ecke versuchen sich Marktschreier an Lautstärke zu überbieten, aus der anderen dröhnt noch lautere Mariachi-Musik. Zwei Schritte weiter ist die Luft erfüllt vom Duft von Orangen, Ananas, und Guanabanas, während einem nur wenig entfernt der strenge Geruch frisch geschlachteter Tiere den Atem nimmt.Alles hat seinen festen Platz: Gemüse, Früchte, Fleisch, Fisch und lebende Hühner hier, Lederwaren, Haushaltsartikel, Wäsche und Werkzeug dort.Daneben eine Reihe von Essensständen.Die Artesania hat eine eigene Halle für bestickte Blusen und Hängematten, Schnitzereien, Flecht und Webarbeiten - gute Qualität und billige Massenware, Kunstvolles uns viel Kitsch sowie Handeln gehört natürlich auch dazu. Unser Abendessen suchten wir uns in der City selbständig, und fanden ein gemütliches Lokal das uns wunderbare mexikanische Speisen bereitete.Mann sollte nirgendwo so genau hinschauen in der Nacht.Die fehlende Kanalisation wie wir sie kennen,und das beschriebene Klima sorgt dafür, das viel 6-beinige Mitbewohner nachts munter werden.
Die Bedienungen freundlich ,nicht aufdringlich, die Animation bescheiden aber herzlich. Hier ließ es sich aushalten. Das Hotel nicht ausgebucht und nur nette Leute ..- wunderbar.(30% Italiener, 60% Amerikaner,der Rest deutschsprachige Gäste) Nun muss ich mal eine Lanze brechen. Ich denke wir haben wieder mal Glück gehabt.Denn obwohl das Wasser wie schon beschrieben unbeschreiblich war, so ist das Hotel Oasis Akumal eines der wenigen Hotels an der Küste, das es erlaubt gefahrenlos im Meer zu schwimmen und zu Schnorcheln. Das Baden ist eine Erholung allererster Güte gewesen. Alle Bilder die hier auf der Seite zu sehen sind, wurden von mir nicht weiter als 20 Meter vom Strand gemacht. Es ist kaum zu glauben, wie viele Fische uns jeden Tag begrüsst haben.Teilweise hatte ich das Gefühl ich schwimme durch ein Aquarium.:-) Die meisten Hotels haben diese Möglichkeiten durch Steine an der Küste nicht.Selbst unsere direkten Nachbarhotels (übrigens keine Hotels über 2 Stockwerke hoch und unter 3 Sterne) hatten keine Schwimmmöglichkeiten im Meer. Natürlich würde mir ein Badeurlaub allein nicht das bringen was ich mir von einem Urlaub erwarte, und so waren kleine Ausflüge vom Hotel ins Umland an der Tagesordnung.30km nördlich von Akumal liegt Playa del Carmen. Diese "Touristenstadt" hat uns eigentlich gar nicht angezogen, aber ein einmaliger Besuch war es uns dann doch wert.Allerdings waren die Eindrücke so wie ich es mir gedacht hatte : Es hätte auch in Spanien sein können - irgendwie.Die Preise masslos überteuert, die Verkäufer handeln nicht gerne, denn sie sind die amerikanischen Touristen gewöhnt (verwöhnt) und das sorgt dafür das die ganze Küsten-Region sich an diese utopischen Preise traut.Ich muss das mal als Warnung ausgeben.Mexico ist hier teuer..sehr teuer. und die Hotels kennen tausende Tricks den Touristen in allen Variationen das Geld aus der Tasche zu ziehen.Beispielsweise kann es passieren, das die Kreditkarten nicht mehr gelesen werden können.Nicht weil die Technik nicht mitspielt, sondern aus absichtlicher Fehlbedienung, damit in Dollars bezahlt wird (cash). - auch unser Zimmer (mit Meerblick) war von Deutschland aus angeblich nicht zu buchen. Meerblick ???! 20 $ Aufpreis ...am Tag. Im übrigen gibt es zumindest in meinen erlebten Fällen kaum ein "Danke" für Trinkgeld. Apropos Tip : In den meisten Hotels wird beim Einchecken unter anderem ein "Merkzettel" ausgegeben, auf dem die "vorgeschriebenen" Trinkgelder angegeben sind. z.b 1 Dollar pro Gepäckstück für den Kuli (macht 3 Euro für 3 Koffer - 30 Meter fahren (nicht mal tragen )! Übrigens bekommt man oft böse Blicke wenn der Tip in Pesos statt in Dollars gegeben wird.Diese Problematik wird durch die amerikanischen Touristen (die 70% der gesamten Touristen ausmachen) noch verschärft.Sicherlich ist es für sie ein preiswerterer Urlaub, als für uns Europäer. Nun beträgt das Durchschnittseinkommen eines Mexikaners ca.300 Euro im Monat,und man (ich) ist gerne bereit eben aus diesem Grunde Tip zu geben, nur muss dann auch der entsprechende Servive gebracht werden,und der ist mir in anderen Teilen der Welt schon netter und freundlicher entgegengeschlagen.Nunja das war aber auch schon alles negative was ich zu berichten weiß. Na... auch ausserhalb des Hotels gabs noch genug zu sehen :Das Bussystem ist einfach und es funktioniert wie zb in der Türkei.An der Küstenstrasse den Finger hoch und der Bus nimmt einen mit, sofern er nicht voll ist.Dem Fahrer gibt man zum Austeigen einen Wink und zahlt entsprechend der gefahrenen Strecke.Einfach und praktisch.Kleine Busse fahren in ungleichmässigen Zeiten, und man wartet eben ab und an einwenig.Die grossen Busse fahren stündlich von Cancun bis nach Chetumal. Tulum20Km südlich von unserem Hotel lag Tulum.Die einzige Maya-Stätte, die direkt an der Küste liegt.Im Gegensatz zu anderen präkulumbianischen Stätten Yucatans war Tulum noch bei Ankunft im Jahr 1517 von dem Spanier Francisco Hernandez de Cordoba eine dichtbesiedelte Stadt.Dieser Kontakt endete zwar blutig, aber hatte keine Unterwerfung zur Folge.Hoch über der Anlage direkt an der wunderschönen Steilküste liegt das "El Castillo". Ebenso gut erhalten "der Tempel der Fresken" und das "Haus der Säulen".Leider darf man die Treppen zum wuchtigen Hauptturm nicht mehr betreten.Aber ein Gang zur Küste lohnt sich, wo die Felsen steil zum türkisfarbenen Meer herabfallen,und Tulum seinen wehrhaften Charakter deutlich macht.Meinen Besuch von Tulum legte ich auf einen Sonntag, da man dann das Eintrittsgeld sparen kann.Dafür fehlen die in Maya-Kostümen verkleideten Schauspieler, die die Touristen dort unterhalten.Ich empfehle Besuchern die frühen Öffnungszeiten zu nutzen, da sich die relativ gut erhaltene Anlage ab der Mittagszeit hoffnungslos überfüllt.Eine Dose Pepsi nach dem schweisstreibenden Besuch der Ausgrabungsstätte : min 3 Euro.(Coca-Cola habe ich übrigens in ganz Mexiko nicht gesehen....?)
Einer der Höhepunkte unseres Mexikoaufenthaltes dann am vorletzten Tag: TikalSoviele Mythen und Sagen ...das war das, was ich mir (mit den noch nicht erreichten Pyramiden in Gizeh) immer schon gewünscht habe... da die vergangene Rundreise mir soviel Maya Kultur nahe gebracht hatte, so war mir eigentlich schon vor Antritt dieses Urlaubs klar : wenn ich die Möglichkeiten habe, so werde ich sie nutzen. Da diese einmalige Ausgrabungsstätte nicht in unserem Rundreiseangebot machbar war,so buchte ich Vorort im Hotel diesen Abstecher zur Maya-Stätte. Da der Flug von unserem Urlaubsort nach Guatemala rund 2 Stunden dauern würde, ging der Wecker um 4:45 Uhr in der Früh. Frühstück gab noch es keins, die Hotelköche brauchen auch ihren Schlaf. Ein kleiner Bus der mexikanischen Reisegesellschaft "Go Mexico" holte mich an der Rezeption ab, und fuhr mich als einzigen "Abenteurer" zum Privatflughafen der Reisegesellschaft nach Playa del Carmen.Nachdem ich die kommende Reise bezahlt hatte, und die anderen Abenteurer eingetroffen waren , ging der erste Flug, von Playa del Carmen rüber auf die mexikanische Urlaubsinsel Cozumel.Dies war nötig, um erstens unseren Reiseleiter "einzusammmeln" und zweitens ihm die Aufgabe der Ausreiseformalitäten aufzubürgen. Auch hier wieder der fade Beigeschmack des Abzockens der Touristen. Den die mexikanische Regierung hat eine Aus- und Einreisesteuer von 50 $ vorgeschrieben. Nun gut... war im Reisepreis eh schon mit drin.- Aber dann gings los : Nachdem die kleine Propellermaschine uns 18 Abenteurer aufgenommen hatte, ging es in einem ruhigen Flug, über die Westküste von Cozumel entlang südwärts. Unser Reiseleiter machte nicht nur eine gute Figur im servieren von Snacks, sondern bereitete uns auch sehr informativ auf das kommende vor. Wärend des Fluges mussten wieder Einreiseformalitäten für Guatemala ausgefüllt werden.(...mittlerweile ist man geübt in solchen Dingen :-)Der Blick aus dem Fenster der Maschine zeigte nachdem wir die Küste verlassen hatten eigentlich nur noch eine Farbe : grün ! Der Flieger drehte richtung Osten ab und wir überflogen Belize (ehemaliges British Honduras) über endlosen Dschungel. Als der Flieger die Flughöhe von 1600 m verliess ,hatten wir kurz vor der Landung einen wunderschonen Blick auf Flores am Peten Itza See. Guatemala - der südliche Nachbar von Mexico konnte seine Attraktionen bisher nur dehalb nicht zur Geltung bringen, da politische Instabilität ein sorgloses Reisen unmöglich machte. Glücklicherweise haben sich die Probleme im Lande entschärft, und man kommt als Tourist heutzutage nicht mehr zwischen die Fronten von Militär und Guerilla.Nach Nicaragua ist Guatemala das zweitgrösste Land Mittelamerikas. Was man dem Flughafen allerdings kaum ansieht.Nur der stechende Blick der Dame, die mir den Stempel in den Reisepass drückte war etwas grimmig :-)). Nun ging es wieder in einen Bus, und die letzten 50 Minuten Fahrt durch den Regenwald von Guatemala wurden von unserem Reiseleiter interessant und informativ überbrückt.Nach der obligatorischen Hitze-Mauer nach dem Aussteigen aus dem Bus.. überwog das Gefühl des Dschungels... sowas hatte ich noch nie gesehen, und die Eindrücke die ich hier bekommen habe, lassen sich auch nicht in diese Zeilen hier pressen. Regenwald so weit das Auge es mir zulässt.. Nach dem Eintritt in das über 60 qkm grosse Ausgrabungsgebiet von Tikal, geht man nur noch mit ungläubigen Blicken durch den Wald. ..und was für einer... über 30 Meter hohe Bäume, die einen so klein erscheinenlassen, nehmen einem das Licht.Unser Reiseführer sagte uns : ".. Verlassen sie die Wege nur um 10 Meter , drehen sich 3 mal um die eigene Achse, sie finden nicht mehr zurück."...und so empfand ich es auch.. dicht und gewaltig.. dabei die Schreie der Brüllaffen (die man nie sah - nur hörte) ... und so folgten wir unserem Reiseleiter durch den Regenwald. Die erst 1848 wiederendeckte Maya-Stadt Tikal gehört zu den wichtigsten Zeugnissen der klassischen Epoche und zu einer der schönsten Ruinenstädte Mittelamerikas überhaupt. Von einer bescheidenen vorchristlichen Zeit gegründeten Siedlung stieg Tikal zum Zentrum des mächtigen Maya-Reichs seiner Zeit empor. Wie Inseln ragen die Tempel aus dem Regenwald... wenn mann sie erst einmal sieht : "Sie stehen 15 Meter von einer 40 Meter hohen Pyramide entfernt" sagte der Reiseleiter zu uns... aber wir sahen nichts ! So dicht ist der Regenwald um uns herum ..... Viele Teile der Stadt sind immer noch vom Regenwald überwuchert, und aus Kostengründen (noch) nicht zu restaurieren. Während der Blütezeit zwischen dem 6. und 9. Jahrhundert ersteckte sich die Maya-Metropole über eine Fläche von mehr als 14 Quadratkilometern, und man schätzt die damalige Einwohnerzahl auf über 100.000 Bewohner. Ausgegraben und erhalten sind mittlerweile das Zentrum und die aus dem Urwald zu einzigartiger Harmonie verschmelzenden 4 grossen Tempel. Auf unserer Wanderung durch den Regenwald begegneten mir Ameisenbären , Spinnenaffen, einer schüchternen Tarantel, einem Hügel von Blattschneiderameisen ,Geiern und wilden Truthähnen... ein wirklich imposanter Eindruck in dem zweitgrössten zusammenhängenden Regenwaldgebiet der Welt.Die Rückfahrt bescherte uns eine Busfahrt durch das Zentrum von Flores ,wo wir leider wegen Zeitmangel nicht bummeln konnten. Interessant noch die Information das es nur zwei asphaltierte Strassen in Guatemala gäbe..-> Die vom Flughafen nach Tikal und eine Stichstrasse zur Hauptstadt Guatemala-City. Der Rückflug ging durch ein mächtiges Gewitter und schaukelte den kleinen Flieger kräftig hin und her.Eine kleine Zwischenlandung mit den unausweichlichen Einreiseformalitäten wurde in Chetumal vollbracht.Die kleine Stadt im Süden von Mexiko ist gleichzeitig Hauptstadt des mexikanischen Bundesstaates Quintana Roo , indem auch Cancun und die karibische Küste liegt. Nach einem weiteren kurzen Flug erreichte ich endlich wieder Playa del Carmen, und meine abschliessende Taxifahrt in mein mittlerweile sehnlichst erwünschtes Hotel.
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