Momente in Singapur

Singapur

Unser Gang über den Flughafenteppich führt uns zu leeren Imigation-Schaltern. Wir holen uns den Stempel in den Reisepass und ein Fahrer wartet schon darauf uns in „Le Meridien Hotel“ zu bringen. Das 4 Sterne Hotel liegt an der grössten Einkaufstrasse Singapurs: an der „Orchad Raod“. Von hier aus erkunden wir die Stadt.
Manche Touristen fragen sich :“ Ist es eine Beleidigung hier Trinkgeld zu geben ?“ In Singapur sagt man :“ Beleidigen sie mich , soviel sie wollen“. ?

Service wird großgeschrieben, Buissness ist alles. Die Stadt ist ein Dorf Ostasien, aber ein vollklimatisiertes. Überall wird gekühlt, jede Shoppingmall ist kalt. Denn Kälte zeigt Luxus, und so arbeiten die Klimaanlagen so wild, das jedes Geschäft, selbst bei offenen Türen, den Bürgersteig mitkühlt.Der Mix aus europäischen, indischen und asiatischen Kulturen macht den Flair dieser sauberen Stadt aus.

Singapur , Nachtfahrt über den Fluss Singapur , Turm des Victoria Theaters Singapur , Chinatown
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Den Vormittag verbringen wir im indischen Viertel, fahren durch die Stadt und besuchen den grössten Hindu Tempel im chinesischen Viertel.Wir besuchen den 1995 eröffneten Orchideen Park auf der höchten Erhebung der Stadt. Auf über 3 Ha ersteckt sich die gepflegte Anlage. Aus über aus 2000 Arten erfeuen wir uns an 60.000 Pflanzen und spazieren durch ein Meer von Blüten. Über den verschlungenen Besucherweg heraus geht’s durch den Stadtpark Richtung Stadt und zum Mittag besuchen wir das Hardrock Cafe. Hier stärken wir uns am Tisch zwischen den Stiefeln von David Bowie`s Ziggy Stardust und einem Morgenrock von James Brown. Da das Le Meridien auf einer Shoppingmall liegt, kommt man ums bummeln gar nicht herum.

Abendessen an der South Bridge Road, am Flussufer des Singapur-Rivers, in der Innenstadt. Hier reit sich ein Seerestaurant neben das andere. Wie eine Perlenschnur entlang des Flussufers. In Aquarien kann man sich die Meerestiere zur frischen Zubereitung aussuchen. Bei einem chinesischen Abendessen lassen wir die Sonnen hinter der gigantischen Wolkenkratzern untergehen und freuen uns im Anschluss auf die Bootsfahrt entlang des Flusses.

Vor dem Fullerton Hotel steht das Wappentier Singapurs. Der wasserspeiende Löwe ist das Wahrzeichen der Stadt und wird nachts Gebührend angestrahlt. Der Merlion, welcher zur Hälfte aus einem Löwen (Kopf) und einem Fisch (Körper) besteht und auf einer Welle sitzt, wurde 1964 als Wahrzeichen des Singapore Tourismus Boards entworfen.Die beiden Tiere aus denen die Statue besteht, symbolisieren die Stadt Singapore, wobei der Fisch für die Anfänge der Stadt als Fischerdorf steht und der Löwe aus dem Namen der Stadt abgeleitet ist. ( Singa (Löwe), Pura (Stadt).

Unser Boot dreht vor dem Hafen und fährt auf der anderen Seite Flussaufwärts zurück. Vorbei am „Singapur Flyer“, dem zu unserer Besuchszeit höchsten Riesenrad der Welt. Entlang der eindrucksvollen Skyline Wolkenkratzer schippern wir bis zur Anlegestelle und trödeln um 21:00 über den Nachtmarkt zwischen Victoria und Queenstreet. Der Markt ist für Teens und Twens. Hippe Klamotten und billiger Ramsch werden unter lauter zuhilfenahme von aktueller Musik, in engen Gassen verkauft. Gemüse, Süsswaren und Plastikschmuck auf 2 Etagen, ausnahmsweise einmal ohne Klimaanlage.
Nicht weit davon liegt das Raffles Hotel. Eine Legende und internationales Wahrzeichen. 1887 Eröffnet und 1991 renoviert zeigt den kolonialen Gründercharme. Eintritt nur für Gäste.

Singapur Tag 2
Shoppen, shoppen, shoppen.
Ein Tipp von Mann zu Mann: „Gehe Nie, Nie mit deiner Frau in Singapur ziellos shoppen“ ?. Kaufhäuser die ein Scheidungsanwalt, oder zumindest jemand der etwas gegen harmonische Beziehungen hat, erfunden haben muss : „Ein Kaufhaus nur für Handtaschen, oder aber ein Kaufhaus nur für Schuhe.“ Orchad Road, eine ShoppingMall neben der anderen, jedes einzelne grösser als das KdW in Berlin. Getrennt nur durch eine Strassenkreuzung. Und wo noch Platz ist wird direkt der nächste Einkaufspalast daneben gebaut.
Beeindruckend.

Schon während der Planung unserer Reise buchten wir einen „romantischen“ Abend auf Sentosa Island.Hätten wir gewusst was uns erwartet, wir hätten es uns erspart.Sentosa Island ist eine Singapur vorgelagerte Insel. Sie ist ein Vergnügungspark, Erholungsgebiet und eine der Touristenatraktionen der Stadt. Wir Fahren auf den „Mout Faber“ , einen Berg am Ufer Singapurs. Von hier startet unser Besuch des Parks über die 1974 eröffnete Seilbahn. Die Glasbodengondeln hängen in ca 70 Meter Höhe und die Fahrt geht 900 Meter auf die Insel. Während der Fahrt gibt es einen schönen Blick auf den hässlichen Hafen der Stadt. Zumindest für mich, während Yasmin die Panikattacken Ihrer Höhenagst bekämpft.Wir schaffen es aber beide!

Singapur , Sentosa Island Singapur , Sentosa Island , Bilder der Show - Songs of the Sea Singapur , unser letztes Essen dieser Indochina Reise , Strassenrestaurant am Le Meridien
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Der Park ist nichts für uns, die Attracktionen sind kindgerecht. Das Puppentheater „ Pictures from Singapur“ ist mit das langweiligste wo wir seit Ewigkeiten durchgeschoben wurden. Dafür ist das Seewasseraquarium wiederum sehr schön (kostet aber seperaten Eintritt). Am Abend besuchen wir die tägliche Schlussveranstaltung.
Eine Show am Strand für 3000 Besucher, fasziniert mit Licht-, Wasser,- und Lasereffekten. Was kitschig beginnt wird imposant und endet nach 35 Minuten in einem wirklich beindruckenden Rausch der Special Effekts.Die Besucher schieben sich danach durch die (zu) engen Wege zu den Busssteigen.

Singapur Tag 3
Muss ich erwähnen das wir shoppen ?
Eine Fahrt in der U-Bahn gehört zum Pflichtbesuch Singapurs. Freunde erzählten im vor hinein davon und so nutzen wir die Möglichkeit, einen Aussichtspunkt zu erreichen.Singapur ist sauber. Auffällig sauber. Nicht nur das, man wird sogar richtig neidisch. Wenn man über die Strassen bumelt, die Fussgängerpasssagen Untertage durchschreitet oder eben U-Bahn fährt. Kein Abfall auf dem Boden, keine Kaugummis, keine Graffities irgendwo … nichts. Es ist schon beeindruckend zu sehen, daß man „Freiheit„ leben kann, ohne durch Selbstfindungsprozesse, die Umwelt mit unnützigen Schmierereien zuzumüllen. Es ist schon eine Art von Entspannung alleine so etwas zu erleben. Ich ertappe mich dabei, den eigenen Müll solange in der Hand zu halten bis man ihn bewusst entsorgen kann. Auch wenn es nur um eien Papierfetzen geht. Ich wäre der erste der was hinwirft, also lass ich es.Die U-Bahn Stationen sind beispiellos sauber … und dazu kommt ein (fast) perfekt organisiertes Zahlungs-, und Transportsystem:
In den weitläufigen Eingangsbereichen der Stationen stehen Automaten mit Touchscreen. Nicht einer oder zwei, sondern 20. (Die funktionieren aber auch alle!) (P.S. Vergleiche mit unseren Verkehrsbetrieben sind natürlich nicht unabsichtlich) . Hier gibt man an ob man einen Fahrschein kaufen oder zurückgeben möchte. Beim Kaufen zeigt der Bildschirm das Streckennetz an, und man Tipp nur auf die gewünsche Zielstation. Umgerechnet 1,50 Euro bezahlt man ersteinmal für eine Strecke über 5 Stationen. Den Chip den man darauf hin erhält, legt man kurz auf ein Lesegerät am Drehkreuz und bekommt so Eintritt in den U-Bahnbereich. An den Bahnsteigen sieht man keine Gleise, die Bahnen halten hinter Glaswänden, zentimetergenau vor automatisch öffnenden Türen, so daß es nicht möglich ist den Gleisbereich zu betreten. (Nichts für Selbstmörder). Am Ziel öffnet der Chip wiederum das Drehkreuz und an den angesprochenen Automaten bekommt man für den Chip 0,50 Euro Pfand zurück. Schwarzfahren ist kaum ein Thema, und Tickets fliegen auch nicht mehr herum. Wäre schön wenn es sowas auch bei uns gäbe….

Unser Endstation ist die Station „City Hall“ .Ziel ist das Swiss Hotel. Das höchste Gebäuse Singapurs bietet im 71.Stock einen spektakulären und einzigartigen Blick über die Stadt. Da das Hotel-Cafe keinen Eintritt kostet, ist es ein Geheimtipp, denn man muss nicht Hotelgast sein, um das Cafe zu besuchen. Öffnungszeiten ab 15:00 – Preise nicht teurer als in den Strassenrestaurants.
Obwohl wir schon am Morgen auschecken musten bekamen wir im Le Meridien am Abend nocheinmal ein eigenes Zimmer um uns frischzumachen, und auf den Rückflug vorzubereiten. Da dieser erst um 23:55 startete, war das ein einwandfreier Service, der nicht unbedingt sebstverständlich ist.

Pünktlich um Mitternacht endeten unsere „Momente in Indochina“.

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