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Phnom Penh
Wir landen an in Phnom Penh. Am gemauerten Kai warten schon diverse Kofferträger auf ein wenig Geld.Der Transfer führt uns
ins „Juliana Hotel“. Schon auf der Fahrt in unser Domizil, bemerken wir die Unterschiede zu Vietnam. Es ist dreckiger.
Zumindest kommt es uns so vor, und die Anzahl der armen Menschen ist nun, selbst bei einer Stadtfahrt zu erkennen. Es
fahren Mopeds wie in Vietnam aber auch mehr Autos. Dadurch geht der Verkehr zähflüssiger voran, aber genauso chaotisch,
ja gefährlich, da sich kein Mopedfahrer nicht an das Gesetz der Helmpflicht hält. (Willkommen im demokratischen
Königreich Kambodscha).Für ist es ein kleines Beispiel dafür, daß zuviel Freiheit nicht gut für den Kopf ist.
Die Hauptstadt liegt am Westufer des Tonle-Sap Flusses.Auf dem selben Breitengrad wie Costa Rica wird hier das Wetter
hauptsächlich durch den Monsun bestimmt. Von Mai bis Oktober kann es die Stadt in Minuten überfluten, so dasß der ganze
Verkehr zusammenbricht. Dezember bis Februar sind die angenehmsten Monate bis max. 30°. Angenehm für Besucher ist die
Ausrichtung der Strassen. Die meisten laufen exakt parallel zueinander und werden durch Querstrassen im rechten Winkel
gekreuzt. Dieser Schachbrettartige Aufbau entstand unter dem französichen Einfluss.
Der Königspalast
Der Eingang ist am Samdech Boulevard. Geöffnet täglich außer Mo, von 7:30 bis 10:30 & 14:00 bis 17:00 Uhr. Eintritt kostet
3 U$, für Fotografen sind 2 U$ , für Videofilmer 3 U$ zusätzlich zu entrichten.Die gelb getünchten Gebäude sind mit
Abstand die eindrucksvollsten Gebäude der Stadt. Seit 1991 sind sie ihrem Museeumsschlaf entrissen und dienen nunmehr
dem König Norodom Sihanouk als offizielle Residenz. Der Komplex des Königspalastes wird aufgeteilt in die Bereiche des
Königs und der des öffentlichen Zugangs. Der Palast wurde Ende des 19.Jahrhunderts von den Franzosen errichtet. Mit dem
Hintergedanken das der König von Frankreichs Gnaden, auch mit gebrauchten Geschenken vorlieb nehmen muss. Die Silberpagode
war anfänglich eine Familiengruft des Königs Norodom.
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...weitere Fotos in der Phnom Penh - Galerie..
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Die Mosaike und Bildnisse an den Innenwändn der Mauern zeigen in eindrucksvoller Weise die Geschichte der Ramayana.
Obwohl diese Geschichten des Hinduismus entspringen, machten die kambotschanischen Künstler daraus ein nationalistisches
Märchen. Die Fresken wurden von polnischen Experten akribisch rekonstruiert. Im Museeum wird unter anderem die 3 Meter
grosse Stature eines achtarmigen Vishnu ausgestellt.
Nationalmuseum
Die prägenden Elemente der „modernen“ Kunst Kambodschas stammen aus der Angkor-Periode. Diese endete vor ca 6 Jahrhunderten.
Niergendwo sonst kann man die Sicht in diese Zeit besser nachvollziehen, als in dem dafür berühmten Nationalmuseum in Phnom
Penh.Untergebracht ist die Sammlung in einem wunderschönen alten Gebäude aus dem Jahre 1918 in traditioneller Khmer
Architektur. Alle Gold und Silberarbeiten wurden unter Pol Pot gestohlen. Zum Glück wussten die Soldaten nichts von dem
unermesslichen Wert der Staturen. Heute ist das Gebäude wegen den regelmässigen Überflutungen durch die Regenfälle stark
baufällig geworden.Viele der abgeschlagenen Köpfe aus den Tempeln Angkor Wats finden wir hier.Das fotografieren ist verboten
(ups). Nach den einblicken in die Geschichte Kambodschas besuchen wir den:
Wat Phnom
Auf einem Hügel, in der Innenstadt gelegen, gibt die 1372 erbaute Pagode der Stadt ihren Namen.Inmitten eines floraren Parks,
bietet der 1926 letztmalig renovierte Tempel, viele Einblicke in das Leben der Gläubigen. In der Pagode auf dem Hügel steht
eine riesige Stupa und ein geweihter Altar des Mahayana-Buddhismus.Die Stufen hinauf säumen einige Kriegsvetranen und
Verstümmelte, die still um Almosen beten. Im Park am Fusse des Tempels finden sich Wahrsager, Wunderheiler, Glücksspieler
und sonderbare Heilige unter den grossen Bäumen. Wer sich für die Zukunft absichern möchte kauft bei den Händlern, nach
buddhistischer Tradition Spatzen aus Käfigen frei und läßt sie unter Wünschen für Glück und Reichtum wieder frei.
Unser „Juliana Hotel“ wird nach Reiseführern oft von deutschenTouristengruppen besucht. Es ist ein Mittelkasse Hotel und
liegt nicht gerade in einer sauberen Umgebung. Restaurant und Lobby machen nicht wirklich einen ansprechenden Eindruck,
aber das Buffet soll einen sehr guten Ruf haben. Um das beurteilen zu können hätten wir früher, vor den „plündernden“
Touristen einen Blick darauf werfen müssen. Dafür war der Kellner nicht in der Lage drei Bestellungen zu behalten, machte
aber bei Nachfrage einen auf „dicke Hose“. 15U$ für das Buffet sind für uns nicht viel, für kambodschanische Verhältnisse
allerdings orbitant.
Die Zimmer sind ok. Unser Ausblick „einzigartig“. Ein funktionstüchtiger Vorhang erspart uns den Anblick eines etwas
heruntergekommenen Wohnblöcks. Das subjektive Gefühl , hier das schlechteste Hotel unserer Rundreise zu verlassen (trotz 4 Sterne),
beflügelte am nächsten Morgen die Fantasie.Die ersehnte Erholung ist am nächsten Morgen nur noch 5 Stunden Busfahrt entfernt.
Sihanouk Ville
...liegt auf einer Halbinsel. Die 200.000 Einwohner zählende Stadt legt sich zwischen einige abgeholzte, nunmehr mit langem
Gras bewachsenen, Hügeln. Sihanouk Ville ist weitläufig, aber es fehlt die Attraktivität. Der Reiz liegt einzig und allein an
den Stränden. Die Stadt boomt. Dadurch wurden Grundstückspekulanten angelockt, die verhindern, das die öffentlichen
Strandabschnitte eine vernünftige Infrastruktur erhalten.Etwas abseits am Soka Beach liegt unser gleichnamiges Hotel.
Der Inhaber ist, wie schon beschrieben, einer der reichsten Männer des Landes. Entsprechend hochwertig das Ferienresort.
Der private Strand ist mit Abstand der schönste der Gegend. Wir genissen das 24° warme Wasser und lassen in den Tagen das
erlebte Reveue passieren.
In Sihanoukville dürfen Touristen keine Mopeds fahren. Die starke Lobby der Mopedtaxis konnte sich durchsetzten und begründete
die Meinung mit den häufigen Unfällen. Ein vorgeschobenes absurdes Argument um die teuren Taxipreise durchzu bekommen.
Um die Stadt zu erforschen braucht man schon ein Mopedtaxi, die Stadt zieht sich hin. Preise sollte man wie üblich vorher
aushandeln.Wir zahlten für eine Fahrt 3 U$. In den Hauptstrassen liegten Souvenierläden mit billigsten Kopien nebeneinander.
2 kleine Supermärkte und mehr konnten wir kaum entdecken.
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...weitere Fotos aus Sihanhouk Ville ..
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Am Abend suchten wir ein Restaurant in der Stadt. Die Auswahl ist nicht groß, aber dafür gibt es etwas abseits das einzigartige
„Snake House“. Es ist schon eine kleine Sensation.Der Inhaber ist Reptilologe und machte sein Hobby zum Beruf, indem er ein
Restaurantbetrieb und seine Terrarien kombinierte. So schlenderten wir erst durch einen kleinen privaten Zoo, vorbei an allen
Schlangen Indochinas, Krokodilen und einigen Papageien, bis wir dann in einem wunderschönen Restaurant erstklassige Küche
genossen. Die Tische stehen um ein riesiges Meerwasserbecken und das abendliche Ambiente ist sehr angenehm. Die Frage nach
der Finanzierung eines so aufwendigen und schönen Restaurantbetriebs, beantworteten wir uns dann beim Verlassen selber.
Auf dem Weg zurück zur Hauptstrasse, (wo unser Mopedtaxi den ganzen Abend auf uns wartete), besitzt der Restaurantinhaber
eine Bar, in der hübsche junge Damen auf Gäste warten.
Prostitution ist ein Problem im Land, ist es doch die einfachste und meistens einzige Möglichkeit der Armen Geld zu verdienen.
Ein Spaziergang am öffentlichen Strand zeigt das auch klar. Hier sitzt ein offensichtlich europäischer fetter Kerl mit einem
max. 8 jährigen Jungen auf dem Schoss, in aller Öffentlichkeit am Strand. Niemand stört sich daran, und es scheint toleriert
zu sein. Devisen haben mehr Macht als Moral.
Die öffentlichen Strände sind mit kleinen Bars gesäumt. Enthaarungen werden angeboten. Dabei kann man sich von geschickten
Händen, mit Fäden die ungewünschen Haare entfernen lassen. Mit kleinen transportablen Grills werben einige darum Gambas und
Scampis frisch zuzubereiten. Das ganze hat den Charm einer Aussteigerszene. Die Bars wirken improvisiert, sanitäre Anlagen,
die über fließend Wasser verfügen, habe wir nicht gefunden. Und so sorgte dieser etwas ernüchterne Einblick dafür das wir
gerne zurück in unser Hotel fuhren.
Im Soka Beach Hotel fehlt es auch an nichts, und so geniessen wir die letzten Tage unter der Sonne.
Die zeigte sich auch von ihrer besten Seite als die Fahrt zurück nach Phnom Penh geht. Wir befahren die A6 ostwärts. Nocheinmal
lassen wir uns von dem Mopedverkehr erstaunen. Zwar haben wir keinen Unfall mitbekommen, trotzdem sind sie an der Tagesordnung.
Das Motto lautet : „Wenn passiert, passiert – wenn nichts passiert, weiterfahren.“
Für die ärtzliche Versorgung gibt es ein Blaues und ein Rotes Kreuz. Das Blaue Kreuz ist eine private, das Rote Kreuz eine
öffentliche Einrichtung. Trotzdem müssen beide per Vorkasse bezahlt werden. Wer kein Geld hat, wird von der medizinischen
Versorgung ausgeschlossen. Also muss jeder Geld verdienen und wenn es in der nächsten Stadt ist.
Sammeltransporte zwischen Städten sind die preiswerteste Alternative und so sehen wir 50 Personen auf der Ladefläche eines
Transporters. Luxoriösere Möglichkeit ist die Fahrt in einem Bus. Ist dieser vollbesetzt, so steigt man auf das Dach. 20
Personen auf einem Bussdach ohne Halt kommt des öfteren vor. Kühe laufen über die Landstraße, da heisst es aufpassen.
Getankt wird auf dem Land an kleinen Holzständen am Strassenrand. Den Sprit für Moped gibt’s in allem was sich befüllen
lässt: Frisch, mit der Fasspumpe direkt aus dem Fass, oder aus aus Cola und Fantaflaschen. Das Benzin-Petroliumgemisch brennt
schlecht, und ab und an bleibt man deswegen auch schonmal liegen, aber es ist billiger.Und plötzlich gleitet durch dieses
einfache improvisierte Leben ein neuer abgedunkelter Mercedes 500 SL.
Am Nummernschild erkennt man die „Politik“. Auch in Kambodscha verschwindet das Geld eben dahin, wo es scheinbar „am dringensten“ gebraucht wird.
Unsere Rundreise endet nach dem Flug von Phnom Penh zurück nach Singapur.
Diesmal wollten wir aber nicht einfach nur Stop over, sondern diese einmalige Metropole besuchen. 3 Tage bleiben wir;
und im Gegensatz du dem, was wir vorher 14 Tage lang bereist haben betreten wir nunmehr eine andere Welt.
3 Tage durch - Singapur
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