Hoi An
Schon auf dem Rollfeld merkt man das man in einem sozialistischen Land angekommen ist. Hier beobachtet die „Staatsmacht“
in Uniform auch gleich das Umsteigen in den Flughafenbus und fährt zur „Sicherheit“ auch direkt mit. Und als wenn das
nicht ein „Deja Vu“ ist: Uns fehlt wiederum eine Einreiseformular.
Mittlerweile bekommt man Routine beim ausfüllen. Irgendwann werden wir auch unsere Reisepassnummer im Kopf haben.
Dafür kreisten anschließend unsere Koffer auch wieder alleine auf dem Band.
Vor dem Flughafen wundern wir uns, daß es Vietnamesen gibt, die bei 16 Grad schon Handschuhe und Mützen tragen (Weicheier).
Die Fahrt führte weiter nach Hoi An. Hier bezogen wir das Pazific Hotel. Ein schönes Hotel, mit einem leicht verblichenem,
rustikalen Kolonialcharme. Einzig die mitfahrende Kameraüberwachung im Restaurant sorgt anfänglich für einige Verwirrung.
Wird schon nur unserer Sicherheit dienen.
Es ist für Touristen kein Problem in den größeren Städten Kambodschas und Vietnams mit U$ Dollars zu bezahlen - ggf.
bekommt man das Wechselgeld in Landeswährung zurück. Extra Geldwechseln ist nicht notwendig. Allerdings sollte man
schon mit vielen 1 U$ Noten im Gepäck ankommen, da der Schein sich perfekt für Tipp und Trinkgeld anbietet.
Das Hotel in Hoi An liegt 3 km von der historischen Innenstadt entfernt. Um 7 Uhr ist es mit dem schlafen vorbei,
da der Mopedverkehr durch die einfachen Fenster lärmt und selbst der Müllwagen donnert am frühen Morgen mit einer
penetranten Computersirene.
Bevor wir unseren Spaziergang durch die Innenstadt von Hoi An beginnen, gibt uns unser örtlicher Reiseleiter,
(der uns bis Hue begleiten wird) einen Überblick über die leidvolle Geschichte Vietnams:
Es ist schwierig ein Land zu bereisen das uns vorher kaum bekannt war. Noch schwieriger wird es, wenn man sich mit der
Geschichte des Landes auseinandersetzt. Hat Vorurteile oder falsche Vorstellungen.Vietnam lebt eigentlich die letzten
400 Jahre im Krieg. Erst seit 1986 kehrte Ruhe ein.......mehr Infos ...
Wer etwas Zeit an einem Ort in Vietnam verbringt, wird die Möglichkeit haben, sich einen Massanzug in 2 Tagen schneidern zu lassen. Fast alle Schneidereien bieten blitzschnellen Service. Der Anzug wird sogar ins Hotel geliefert. Dort ist sicherlich nach der ersten Anprobe ein weiteres Nachbessern notwendig, wer aber glaubt, das ein Massanzug für ca 150 U$ inklusive Zustellung nicht gut wäre, der sei gewarnt. Auch im später besuchten Singapur sind solche Service möglich, allerdings ist das Preisniveau dort wesentlich höher angesiedelt.
Der real existierende Sozialismus und der dadurch entstandene marode Charme, vermischt mit den freundlichen, meist armen Menschen auf den lebhaften Strassen, sorgt für einen interessanten Mix.
Wer das Weltkulturerbe, die Innenstadt von Hoi An besuchen möchte, muss ein Sammelticket am Eingang kaufen. Mit diesem
besteht die Möglichkeit eine bestimmte Anzahl von Tempeln, Privathäusern und Museen zu betreten. Wer private Führungen
durch einige Häuser haben möchte, sollte Trinkgeld geben.
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...weitere Fotos in der Hoi An - Fotogalerie..
hier...
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Die geschichtsträchtige Stadt Hoi An liegt ca 30 KM südlich von Da Nang. 1613 gründete die britische East India Kompanie,
1636 die holländische vereinigte Kompanie und 1664 die französische Compagnie Handelsniederlassungen. Allesamt gaben sie
nach einiger Zeit auf und die Chinesischen Händler übernahmen praktisch die ganze Stadt. Dadurch ist der chinesische
Einschlag bis heute geblieben.
Später entwickelte sich Da Nang zum Handelsstützpunkt und wurde von den Franzosen mit einer Eisenbahnlinie verbunden.
Dadurch blieb Hoi An vom kommenden Entwicklungen „verschont“ und konnte seinen mittelalterlichen Charme behalten. Der
historische Stadtkern besteht aus 3 parallel zueinander laufenden engen Strassen.
Keines der schmalen Häuser entlang der Hauptstrasse (Tran Phu), das an der Vorderfont nicht einen Kunsthandwerk-, Kleider-, oder Souvenirladen besitzt. Des öfteren überflutet bietet das Gemäuer der alten Häuser einen maroden Eindruck. Letzte grosse Flut war
im November 2007, aber schnell werden die Restaurants am Flussufer wieder flott gemacht. Genau das macht den Reiz
dieser alten Stadt aus.
Wir bummeln durch die alte Innenstadt, besuchen eines der alten japanischen Versammlungshäuser, und lassen uns durch
den wirklich sehenswerten lebhaften Markt treiben. Die Grösse beträgt ca. 200x200 Meter.
Eng sind die Stände aneinander gereiht, von Stoffbahnen gegen Regen geschützt. Hier liegen die Kunden einiger Frisöre
direkt neben der Fischauslage, Spielwarenhändler neben Fleischverkäufern, Reifenhändler neben Schuhmachern. Viele
Impressionen werden Hoi An in bleibender Erinnerung halten. Die Gänge zwischen dem dichten Treiben sind knapp 1,5 Meter
breit. Trotzdem hat noch niemand ein „Mofaverboten-Schild“ aufgestellt. Zwischen den Marktbesuchern hupen sich einige
Mofafahrer ihren Weg durch das Chaos.
Hinter dem Markt am Ufer des Flusses „Song Thu Bon“ liegen kleine Ausflugsschiffe. Von hier aus lassen wir uns entlang
der Stadt schippern und sehen eine Menge Fischer bei der Arbeit, die mit verschiedenen Netz-Fangmethoden ihr Auskommen
erarbeiten. Einige Reiher haben das schon verstanden und brauchen sich für ihr Essen nicht einmal mehr anstrengen.
Das malerische und fotogene Netzauswerfen wird für die Touristen inszeniert Weswegen die Fischer dann auch für ein paar
Münzen an unserem kleinen Ausflugsboot anlegen. Den Thu Bon flussabwärts bis wir am Horizont das chinesische Meer
erkennen können. Hier führt unsere Fahrt einen Nebenarm hinauf und bringt uns zurück nach Hoi An., entlang an einzelnen
auf Pfählen stehenden Holzhütten in denen die Fischerfamilien auf engstem Raum zusammen leben, endet unsere erste
Bootstour am Bootssteg des Restaurants. Mittagessen.
Am Nachmittag spazierte ich einwenig allein durch unsere Hotelumgebung. Die Menschen sind sehr freundlich, überall
wird zurückgelächelt oder interessiert meine Kamera begutachtet. Einige Touristen trauen sich sogar mit ausgeliehenen
einfachen Fahrrädern im Verkehr mitzufahren. Ich denke darüber nach ob überhaupt einer, der meist jungen Biker, eine
Auslandskrankenversicherung hat ?
Es wird viel improvisiert . Man merkt daß es überall fehlt, alles wirkt einwenig heruntergekommen. Viele reparieren
am Strassenrand Mopeds.
Ständig wird gehupt und geklingelt. Scheinbar das einzige was hundertprozentig an den knatternden stinkenden Zweirädern
funktioniert. Beim Fotografieren mit Digicams sollte man das aufgenommene Foto vorzeigen. Gerade Kinder freuen sich
sehr über das Erlebnis. Eine Mama nahm mir hier die Kamera zur Seite und freute sich unglaublich, weil sie auf dem
Display ihren Kleinen so gelungen fand.
Am Abend nahmen wir unser Abendessen in einem der zahllosen Restaurants am Ufer des Thu Bon. Des Nachts ist die
Uferpromenade durch zahllose Lampignons in buntes Licht getaucht. Das Essen ist gut, die Küchen sollte man sich
aber besser nicht anschauen. Aber dafür daß diese Promenade fast jährlich durch Hochwasser überflutet wird, ist
es sehr ordentlich und sehr malerisch.
Am nächsten Morgen führt uns der Weg , die Küste nordwärts über den Wolkenpass weiter nach Hue
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Es ist schwierig ein Land zu bereisen das uns vorher kaum bekannt war. Noch schwieriger wird es, wenn man sich mit der Geschichte des Landes auseinandersetzt. Hat Vorurteile oder falsche Vorstellungen.Vietnam lebt eigentlich die letzten 400 Jahre im Krieg. Erst seit 1986 kehrte Ruhe ein....
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