Angkor
Endlich in Siem Reap -
Ausgangspunkt für alle Besucher der größten sakralen Tempelanlage der Welt : Angkor Wat .
Die Anlage zieht Touristen an. Busladungen voller asiatischer Besucher die sich zum Sonnenuntergang den 80 Meter hohen Phnom
Bakheng hinaufschieben sind leider Wirklichkeit geworden, auch Australier sind zahlreich, die kurze Anreise ist Grund genug.
Noch dazu ist Siem Reap Zielflughafen etlicher asiatischer Billigfluglinien.
Für das riesige Gelände von Angkor ist Eintritt zu bezahlen. Ein Tagesticket ohne Passbild kostet 20 U$ ;
2 Tage kosten 40 U$ und 3 Tage 60 U$ , dafür gibt es einen Besucherpass mit dem eigenen Passbild. ...mehr Infos ...
Wir holten unseren Ausweis ab und schoben uns durch das Gedränge am Eingang zum Gebiet des Angkor Thom durch das mit steinernen Gesichtern verzierte Südtor.
Auch hier schon wieder Hupen und Klingeln. Eine Geräuschkulisse, die uns eigentlich die ganze Reise über
Im Hintergrund berieselt. In Indochina ist das Moped Fortbewegungsmittel Nr.1.
Angkor Thom
Angkor Thom „die große Hauptstadt“ wurde 1200 vom letzten großen König Angkors Jayavarman VII errichtet. Es war eine
befestigte Stadt umgeben von Mauern und Wassergräben. Während der Blütezeit lebten hier mehr Menschen als in irgendeiner
Stadt in Europa des 20.Jahrunders. Auf der Fläche der antiken Grosstadt stehen noch viele weiter architektonischen
Meisterleistungen. Wie die anderen Tempel auch versinnbildlicht Angkor Thom den Mikrokosmos nach der Vorstellung des
hinduistischen Glaubens. Auf der ca 9km² Kilometer großen Fläche stehen auch mehrere riesige Buddhastaturen zwischen
monumentalen Urwaldbäumen; in abseits der Hauptstrassen gelegenen Pagoden leben Mönche noch heute wie vor Hunderten
von Jahren. An fast allen Tempeln in Angkor finden zurzeit umfassende Renovierungsarbeiten statt.
Von weitem wirkt der Tempel (Bayon) wie ein riesiger massiver Felsklotz im Dschungel. Je näher man kommt desto größer
wird das staunen anhand der architektonischen Meisterleistungen. Mir hat der Tempel noch besser gefallen als der bekannte
Angkor Wat Tempel. Verschachtelte Galerien, große Reliefs und ein Labyrinth an verwinkelten Gängen und Räumen mit
Buddhareliquien hinterlassen einen sehr mystischen Eindruck. Ende des 12 Jahrhunderts wurde der Tempel wiederum vom
König Jayavarman VII zum buddhistischen Heiligtum umgebaut. Am meisten bleiben uns die vielen, man sagt über 200,
riesigen steinernen Gesichter in Erinnerung, an jedem Tempelturm lächeln sie in alle Himmelsrichtungen. Der Tempel
scheint beim zweiten Blick davon übersäht zu sein. Egal wo man sich in dem Tempel befindet, irgendeins der hunderten
Gesichter beobachtet einen immer. 1924 kam Heri Parmentier auf die Lösung wessen Ebenbild die Gesichter zeigen:
Es handelt sich um „Lokesvara“. Einen Bodhisattva aus dem Mahaya-Buddhismus .Ein Bothisattva ist ein Wesen, das die
höchste Stufe auf dem Weg zur Erleuchtung erreicht hat, an der Schwelle zum Nirvana steht und nunmehr selbst zum Buddha
werden kann. Aus Mitleid mit den Menschen verzichtet es aber auf diesen letzten Schritt, um ihnen auf der Erde bei der
Suche nach der ewigen Glückseligkeit helfen zu können. Heute sind die Archäologen davon überzeugt, das die Gesichter
des Tempels, wie auch an den Eingangstoren, diesen Lokesvara darstellen.
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Es werden auf Helikopterrundflüge über das Gelände angeboten. Leider reichte Zeit und Geld nicht, aber als lohnende
Alternative gibt es ca 1 km vor dem Eingang von Angkor Wat eine Ballonfahrt in einem Heliumballon. Die Fahrt bzw der
Aufstieg dauert 10 Minuten und kostet 15 Euro. Dafür hat man einen wunderschönen Blick über die Anlage von Angkor Wat,
Ankor Thom und die Bayon. 30 Personen könnten gleichzeitig mitfahren, für uns stieg der Ballon auch für 6 Personen leise
auf. Ein wenig Glück gehört dann noch dazu einwandfreie Sicht zu genießen; es bietet sich die Fahrt am frühen Vormittag
an, ab Nachmittags wird es oft diesig.
Angkor Wat
Am Nachmittag dann der Rundgang durch die steinerne Götterwelt von Angkor Wat.
Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, daß jeder Besucher von dem mystischen Tempel gefesselt sein wird. Er gilt als
Höhepunkt der Khmerarchitektur und ist sicherlich die imposanteste Tempelanlage der Welt.Tempel oder Grabmal ?
Ungewöhnlich ist die Ausrichtung nach Westen, da Hindutempel nach Osten ausgerichtet sind. Die gegen den Uhrzeigersinn
verlaufende Galerie an der äußeren Mauer, die den Besucher zwingen, wie bei einer Totenprozession, dem Mittelpunkt der
Anlage die linke Schulter zuzuwenden, ließ auf eine Grabanlage schliessen. Sie war auch Staatstempel und später Grabmal
für König Suryavarman II. Ab dem 16. Jahrhundert wurde der Tempel in ein buddhistisches Heiligtum umgewandelt.
Der Tempel wird von einem großen Wassergraben umrahmt, die Ausdehnung beträgt 1,5 x 1,3 Kilometer.
Die Anlage wird über eine 220 Meter Lange Brücke und dann durch das Westtor betreten. Besinnlich ist das ganze kaum,
da Scharen von Besuchern zu gleichen Zeit die Anlage besuchen. Innerhalb der Mauern geht man dann über eine 400 Meter
lange Prozessionstrasse auf den Haupttempel zu . Dieser Viereckige Komplex wird auf jeder Seitenlängej von einem 540 Meter
langen, und 2 Meter hohen Flachrelief umrahmt.Im Zentralheiligtum wurde Suryavarman II verehrt, sowohl zu Lebzeiten,
als auch nach seinem Tode. Ob er allerdings hier beerdigt ist, ist bis heute ein Geheimnis.
Einige Händler bieten in der Anlage T-Shirts, Postkarten und andere typische Souvenirs an. Ein Muss ist das Foto vom
inneren Tempel von dem kleinen See. Wenn sich der Tempel malerisch im Wasser spiegelt, hat jeder sein mystisches Wunschfoto.
Für alle Souvenierjäger gilt: Aus den Tempeln darf nichts mitgenommen werden, oder gar mit Gewalt entfernt werden.
(das sagt allerdings schon der gesunde Menschenverstand) . Schlimm das überhaupt daraufhin gewiesen werden muss.
Ebenso wie Muscheln oder Korallen sollte auch von Händlern nichts gekauft werden, man macht sich mitschuldig am
Kunstraub. Bei den fliegenden Händlern, kann man fast alles, was in den Tempeln zu sehen ist als Nachbildung erwerben.
Allen in den Tempeln stehenden Figuren wurden die Köpfe abgeschlagen. Einige sind in dunklen Sammlerkellern verschwunden,
eine Auswahl von wertvollen Staturen gibt es im Nationalmuseum von Phnom Penh zu sehen.
Am Späten Nachmittag bekommen wir den Tipp den Sonnenuntergang auf dem Phnom Bakheng zu geniessen. Neunhundert Meter
hinter Angkor Wat liegt die höchste Erhebung, von Wald überwachsen und mit einem Tempel auf dem höchsten Punkt, der
von der Strasse aus nicht zu sehen ist. Dieser Tempel ist der erste Tempel im heutigen Angkor. Ende des 9. Jahrhunderts
verlegte Yasovarman I. seine Hauptstadt von Ruluos hierher. Der Tempel ist hübsch, den Tipp hatten außer uns noch
ca. 1000 anderer Touristen. Wie ein Pilgerstrom drängten sich die Massen den Weg hinauf, um oben einen Sonnenuntergang
zu erleben der “voll in die Hose gegangen ist.“. Zwar gibt es einen schönen Blick über den Dschungel und die Türme von
Angkor Wat, aber einen klaren Abend und einen schönen Sonnenuntergang gibt’s nun mal nicht oft. Es war zu diesig. Wer
möchte kann den mühsamen Weg hinauf (und herunter) auch auf dem Rücken eines Elefanten erleben.
Der Spaß kostet 15 Euro.. („…der Rüssel ruft…“) .
Zurück in Siem Reap geniessen wir den Abend mit einer TukTuk Fahrt in die Innenstadt. Lohnenswert , der Besuch des
Nachtmarkts, und der Spaziergang vorbei an zahllosen Garküchen. Hier trifft man sich und auf viel zu kleinen
Plastikstühlen und Tischen, direkt an der Strasse, nimmt man sein Abendessen ein. Uns war das doch einwenig zu rustikal.
Wir essen in einem Restaurant für traditionelle Khmer Küche. Ein Erlebnis,das wir noch des Öfteren haben werden.
Lecker, geschmackvoll und wunderbar zubereitet ist Fisch und Meerestiere eines der Hauptbestandteile traditionellen
Essens. Dazu kommt des öfteren Geflügel und gelegentlich Rind & Schwein.
Zurück ins Hotel. Kleiner Tipp für TukTuk Nutzer :
Eine Möglichkeit ist den Fahrpreis für Hin und Rückweg auszuhandeln. Dabei sollte Ausgehandelt werden die komplette
Bezahlung nach erfolgter Rückfahrt vorzunehmen. Wer geschickt handelt schafft sicherlich auch einen Preis von 5 U$
für 6 km (Hin und zurück). Der Mopedfahrer wartet (und findet seine Kunden auch in jedem Gewühl wieder). Unserer hat
uns sogar im Restaurant wieder gefunden, trotz dicht besuchter Innenstadt. Die Fahrer untereinander sind ein sicheres
Informationsnetz. Keiner der Fahrer lässt sich sein notwendiges Geld entgehen.
So hat man immer einen Fahrer zur Seite :-). Trotzdem ist jeder freundlich, zuvorkommend und ein Lächeln wird überall
sofort zurückgegeben.
Ta Prohm
Wieder in das Gebiet von Angkor.Der Besuch des Tempels Ta Prohm ist so ziemlich das mystischste was es auf dieser
Erde zu bestaunen gibt.Ta Prohm ist der geheimnisvollste Tempel der Anherr Brahma.
Der Grund ist mit Sicherheit darin zu suchen, das die EFEO den Tempel so belassen hat wie sie in vorfand. Es wurden
auch nur minimalistische Sicherheitsvorkehrungen getroffen. So begreift jeder Besucher, wer der eigentlicher Herrscher
in den vergangenen Jahrhunderten in Angkor war : der Dschungel.
Die Wurzeln des gewaltigen Thitpokbaums und das Geflecht der Würgefeigen haben sich über die Mauern der Anlage gezogen
und sorgen beim Besucher damit für ein unvergessliches mystisches Erlebniss.Ta Phrom war eigentlich ein buddhistisches
Kloster. Glaubt man den Inschriften so lebten in den Mauern der Klosterstadt 12640 Bedienstete. 18 Priester, 2740
Angestellte mit über 2000 Assistenten und knapp 700 Tänzern.Der Besuchergang führt uns durch die sakrale Anlage. Von
jedem Blickwinkel aus, ist die Anlage ein Foto wert. Mystisch ranken die Gewächse durch und über die Mauern. Der
Dschungel und der Verfall lassen den Grundplan der Anlage kaum noch nachvollziehen. Moos und Flechten überziehen die
zahlreichen Staturen und Devatas und lassen sie noch anmutiger erscheinen. Wenn nicht die vielen Besucher währen. Um
einige Fotos zu schießen ist warten angesagt. Jeder möchte doch den Tempel alleine mit der Natur festhalten.
Banteay Kdei
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Als letzte Anlage unseres Besuchs von Angkor, besuchten wir die Anlage von Banteay Kdei.
Ein Tempel der 1946 geringfügig restauriert wurde und nicht zu den „Bekannten“ gehört. Dafür hatten wir den Tempel
fast für uns allein und genossen den Gang durch die alten Gemäuer.Ursprünglich gab es 10 Türme in der Anlage, die
leider nicht mehr erhalten sind. Es hatte seine Bestimmung als Kloster. Viele Details wurden zwar nicht ausgearbeitet,
aber es sind viele Devatas und andere mythologische Wesen zu entdecken.
Im nach hinein lernten wir, das die Anlage von Angkor über 50 Tempel bietet, die jede einen Besuch wert sind.
Die Erinnerungen die wir bei unserem Besuch mitgenommen haben sind einzigartig. Angkor ist wirklich einen längeren Aufenthalt wert.
Wie verlassen Kambodscha in Richtung Da Nang in Vietnam. In 7 Tagen werden wir von Süden her, mit dem Boot über den
Mekong wieder nach Kambodscha einreisen. Der Flughafen in Siem Reap ist hübsch und natürlich ziemlich klein. Nachdem
die Koffer eingecheckt sind, ist an einem nächsten Schalter, unter Vorlage des Reisepasses eine Ausreisegebühr von
25 U$ zu tätigen.
Die abschließende Handgepäck und Passkontrolle sorgte bei Yasmin dafür, dass sie ihre Wasserflaschen behalten durfte,
was mein Vertrauen in den Sicherheitstandart dieser Länder nicht gerade vertieft.
Für die Einreise nach Vietnam benötigt jeder Ausländer ein gültiges Visum, das für Deutsche bei der vietnamesischen
Botschaft in Berlin oder der Außenstelle der Botschaft in Bonn rechtzeitig (i.d.R 6 Wochen) vor der Reise beantragt
werden soll.
Bei kombinierten touristischen Reisen (Weiterreise nach Laos oder/und Kambodscha und Wiedereinreise nach Vietnam)
kann ein zweimaliges Visum oder mehrmaliges Visum beantragt werden. Unterlagen können persönlich oder per Post
eingereicht werden.
...zur ersten Station - weiter nach Hoi An in Vietnam
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Für das riesige Gelände von Angkor ist Eintritt zu bezahlen. Ein Tagesticket ohne Passbild kostet 20 U$;
2 Tage kosten 40 U$ und 3 Tage 60 U$ , dafür gibt es einen Besucherpass mit eigenen Passbild.
Hat man kein Bild, so wird man fotografiert...
3 Esslöffel rote Currypaste,
8-10 getrocknete, fein zerhackte Chilischoten,
1 Stange fein geschnittenes Zitronengras,
1 Esslöffel Galangal (Ingwer),
5 klein gehackte Schalotten,
4 zerdrückte Knoblauchzehen,
1 Ei,
1 Esslöffel Fischsauce,
1 Prise Salz
1 Prise Zucker
2 Tassen Kokosmilch
Alles zusammen in einer Schüssel miteinander verrühren.
In einem Kochtopf Fischfilet (ggf. klein geschnitten) Hühnchen, Shrimps oder Schweinefleisch geben.
Die angerührte Kokosmilch dazu.
Limetten- und frische Basilikumblätter dazugeben und 20-25 Minuten dämpfen (mittlere Hitze) bis das Fleisch gar ist.
Wer es ganz authentisch machen möchte, der gart das Gericht in Bananenblättern und serviert in einer ausgehöhlten Kokosnuss. Dazu gibt es Reis.
Guten Appetit
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